Die Entstehung des Kinderdorfes

  • Unser Verein wurde 2001 gegründet und engagierte sich erfolgreich in der Entwicklungshilfezusammenarbeit sowohl in Afrika als auch in Lateinamerika. Es ging um Ausbildungsinitiativen in Angola, ein Praktikum für kubanische Techniker in Deutschland, Ausbildung in Namibia aber auch um die Unterstützung eines ökologischen Projektes in Namibia (Erhaltung des Bestandes der namibischen Löwen) und um Armutsbekämpfung für Frauen und Mädchen in Guinea-Bissau durch die Herstellung von Krankenfahrstühlen.
  • Diese Projekte wurden erfolgreich durch den Verein initialisiert und abgeschlossen. 2014 traten 3 neue Mitglieder in den Verein ein. Steffi Schatz, Silke Mros und Birgit Gramberg hatten eine neue eine Projektidee. Erste Schritte waren schon eingeleitet, doch noch fehlte ein organisatorischer Rahmen. Es ging um ein Waisenheim für ca. 24 Kinder in Tesso, Kenia, nahe an der ugandischen Grenze. Alle Mitglieder des Vereins unterstützten diese Idee und damit war das Projekt „ Alakara ore moru“ geboren, das aktuelle Engagement von Nord-Süd-Partner e.V..
  • Im April 2015 erhielten wir den Zuschlag von der Stiftung Nord-Süd-Brücken e.V. und konnten mit den Bauarbeiten für unser Kinderheim beginnen. Der örtliche Architekt und Bauleiter Robert Luta gibt unseren Rundhütten ihr unverwechselbares Gesicht. Natürlich gibt es viele Probleme und Verzögerungen, doch mit großer Kraftanstrengung gelang es uns Ende Juni 2016 die geplanten 4 Hütten fertig zu stellen.
  • Am 07.07.2016 ziehen die ersten vier Waisenkinder in unser Heim. Es sind 4 Geschwister, die ihre Eltern und nun auch die Großmutter verloren haben und ohne Hilfe sind. Wir müssen viel improvisieren, doch am Ende geht alles gut. Im September ziehen weitere 2 Jungen bei uns ein.
  • Hauptschwerpunkt unsere Arbeit wird für die nächsten Wochen und Monate sowohl Wasser als auch Strom in unser Heim zu holen. Außerdem müssen wir unser Heim und unsere Arbeit legalisieren und alle erforderlichen Dokumente für den Betrieb eines Kinderheimes beschaffen. Wir unterstützen dabei unseren afrikanischen Partner die „Alakara ore moru Fundation“ nach Kräften. Eine Mammut Arbeit mit vielen Aufs und Abs. Gleichzeitig beginnen wir mit dem Bau eines Küchengebäudes.
  • Trotzdem noch nicht alles fertig ist, haben unser Heim und seine Bewohner schon viel Besuch. 3 Praktikanten aus Deutschland kommen und beginnen die Arbeit mit und für die Kinder. Einige Mitglieder des Vereins sind regelmäßig vor Ort und auch von kenianischer Seite kündigt sich immer wieder Besuch an z.B. von Studenten der Universität in Busia.
  • Im Februar 2017 wird das Küchengebäude übergeben und unsere neue Projektleiterin beginnt einen Hausgarten anzulegen. Die Stromleitungen liegen an und wenn Tesso Strom hat, so leuchten auch bei uns ein paar Lampen. Leider gestaltet sich die Arbeit am Brunnen schwierig und vor allen Dingen sehr kostenintensiv. Manchmal haben wir Wasser und manchmal nicht.
  • Endlich kommt im Frühjahr 2017 mit unserer neuen Heimleiterin Bewegung in den Registrierungsprozess. Außerdem können wir erfolgreich die Fördergelder abrechnen. Im Juli stellen wir einen neuen Fördermittelantrag und bekommen wieder die Bewilligung durch die Stiftung Nord-Süd-Brücken. Damit können wir alle Hütten grundausstatten. Das ist dringend nötig, da im September weitere vier Kinder aufgenommen wurden.
  • Im Herbst 2017 können wir die Berliner Wölffer Stiftung von unserer Arbeit überzeugen. Damit gewinnen wir finanziellen Spielraum und können weiter am Brunnen arbeiten, das Schulgeld ist abgesichert und dringende Arbeiten am Zaun und in der Küche können begonnen werden. Noch ist das Wasser nicht immer da und auch der Strom fällt häufig aus, doch die Kinder sind in ihrem neuen Zuhause angekommen, werden gut versorgt und gehen regelmäßig zur Schule. Es gibt noch viel zu tun, doch 10 Kinder haben ein Stück Kindheit zurückbekommen und eine Chance für die Zukunft.

Hier ist das Kinderdorf zu finden.