Unser Ziel: ein Dorf für Kinder

Wir bauen für 24 Waisenkinder im Dorf Aterait, Teso South, Busia County, das Waisenheim „Childrens home below the hills“. Gemeinsam mit unserem kenianischen Partner, der Alakara Ore Moru Foundation, betreiben wir dieses Heim. Damit stellen wir sicher, dass die Kinder ganz dicht am kenianischen Leben teilnehmen, das ihnen bekannt ist. Wir ermöglichen ein Leben, eine Erziehung, ein Aufwachsen nach kenianischen Wertevorstellungen, den Grundwerten ihre Heimat. Die Kinder sollen in einer familienähnlichen Gemeinschaft leben.

Das Heim hat ein Grundstück von ca. 5.000 qm und besteht derzeit aus 4 Rundhütten mit Grasdächern, so wie es in der Region üblich ist. Außerdem gibt es eine Gemeinschaftsküche, in Planung sind ein Speiseraum, ein Sanitärgebäude. Für Volontäre aus Deutschland und aus Kenia oder aber für den Besuch von Pateneltern wird es ein Gästehaus geben.

Das Heim hat für Zugang zu Wasser und Energie gesorgt und ermöglicht damit auch den Nachbarn die Versorgung mit Strom und Wasser.

Wir wollen fester Bestsandteil der Gemeinde werden und sind im ständigen Austausch mit den örtlichen Schulen, der Kirche, den unterschiedlichen Verbänden und unseren Nachbarn. So erfahren wir, wo Kinder in Not sind und können schnell reagieren. Durch unsere Volontäre unterstützen wir die örtliche Grundschule, da sie dort unter anderem Englisch unterrichten.

Gleichzeitig schaffen wir Arbeitsplätze in der Region, da die Pflegemütter aus der näheren Umgebung kommen. Auch streben wir Kooperationen mit örtlichen Farmern an, um die Versorgung der Kinder sicherzustellen.

Unser Kinderheim soll fester Bestsandteil des dörflichen Lebens werden. So schaffen wir für die Kinder ein Gefühl von Heimat und Geborgenheit.

 

 Ziel 1: Ein geschütztes Zuhause

Den Kindern ein geschütztes Zuhause zu schaffen und ihnen damit eine neue, bessere Perspektive zu geben - dies machen wir uns zur Aufgabe!

Auf den Bildern sehen Sie die traditionelle Bauweise der Hütten. In jeder Hütte lebt eine Pflegemutter mit „ihren“ 6 Kindern zusammen. So entstehen kleine Familien. Damit wollen wir den Kindern die Wärme einer familienähnlichen Gemeinschaft ermöglichen.

Für das Zusammenleben werden gemeinsam mit den Kindern Regeln aufgestellt. Gegenseitig achten alle darauf, dass diese eingehalten werden. An oberster Stelle stehen Respekt, gewaltfreier Umgang, gegenseitige Unterstützung sowie das Einhalten der Pflichten. Wir sind stolz darauf!

Ein geschütztes zu Hause heißt für uns auch, auf die Gesundheit zu achten. In Kenia ist der Arztbesuch kostenpflichtig und damit keine Selbstverständlichkeit. Regelmäßige Arztbesuche, Routineuntersuchungen und Zahnarztbesuche sind uns wichtig und werden organisiert.

Der Zugang zu Wasser ist überall in Afrika ein sehr wichtiges Thema. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Wer Wasser vor Ort hat, ist ein glücklicher Mensch!“. Die Kinder in unserem sind in dieser Hinsicht glückliche Menschen, denn unser Heim hat Wasser und Strom. Beides wurde durch uns und unseren kenianischen Partnerverein für das gesamte Dorf erschlossen. Das war wichtig, da Aterait dicht am Äquator liegt. Kurz nach 18 Uhr geht die Sonne unter und es herrscht völlige Dunkelheit.

Durch den Stromanschluss können sich jetzt alle sicher auf dem Gelände bewegen, Hausaufgaben erledigen oder gemütlich lesen, bis es zum Waschen und Zähneputzen geht. Danach beginnt die Nachtruhe für der Kinder.

 

 Ziel 2: Bildung

Kinder und Jugendliche, die nicht lesen, schreiben und rechnen können, können ihr volles Potenzial nicht entfalten. Sie erhalten keine Kenntnisse über gesellschaftliche Zusammenhänge, Umwelt oder Geschichte. Besonders wichtig sind speziell in Kenia die Basiskompetenzen wie lesen, schreiben und rechnen in englischer Sprache.

Es gibt 41 verschiedene Sprachen – Stammessprachen, in denen tagtäglich kommuniziert wird. Die Jobsuche erschwert sich erheblich, wenn die Jugendlichen nur ihre Stammessprache sprechen. Sie wären chancenlos und blieben die Verlierer der Gesellschaft.

Unser Verein pflegt mit den Schulen in Aterait, sowohl der primary school als auch der secondary school, eine Partnerschaft. Einige Lehrer gehören dem örtlichen Komitee an, das unser Kinderheim unterstützt.

Jeden Morgen bereiten unsere Betreuungsmütter die Kinder für den Schultag vor und gemeinsam gehen die Kinder in die nahe gelegenen Schulen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit in Kenia.
Aus Deutschland kommende Volontäre unterstützen die Lehrer in der Schule. Besonders in Englisch und auch in Geographie ist ein solcher Besuch Höhepunkt des Schuljahres für die Kinder. So lernen sie auch andere Kulturkreise kennen.

Neben dem regelmäßigen Schulbesuch sind uns besonders die gegenseitige Unterstützung bei den Hausaufgaben und beim gemeinsamen Lernen wichtig. Ein bestandener Schulabschluss ist eine Voraussetzung für eine gute berufliche Ausbildung und, bei besonderen Fähigkeiten ermöglicht er den Wechsel in die secondary school. Diese ist nicht kostenlos, aber wir suchen nach Möglichkeiten, den besten Schülern den Besuch zu ermöglichen. Dies sichert Schulbildung auf gutem Niveau und ermöglicht sogar ein Studium. Der Berufs- oder Studienabschluss bietet dann die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben.
Nur so kann der Kreislauf von Armut, Hunger und Krankheit wirksam durchbrochen werden. Eine umfassende Schulbildung kann dabei gar nicht hoch genug bewertet werden,

Unseren Kindern Schulbildung zu ermöglichen und ihnen damit eine neue, bessere Perspektive zu geben - dies machen wir uns zur Aufgabe.

 

 Ziel 3: Gesunde Ernährung

In Kenia, besonders in armen Familien und in armen Regionen, wird gegessen, um satt zu werden. Regelmäßiges Essen wie wir es kennen, gilt in vielen Familien als Luxus. Darum werden in Kenia vor allem stärkehaltige Gerichte aus Mais, Hirse, Reis und Bananen zubereitet. Jeden Tag zwei oder drei Mahlzeiten für die Kinder bereitzustellen, gelingt in vielen Familien nicht.

Alle Kenianer essen gern Ugali (einen Maisbrei) mit Sukuma (grünem Kohl), rote Bohnen, Chapati (Pfannkuchen) und an besonderen Tag Fleisch.

Unsere Kinder erhalten regelmäßig von ihren Pflegemüttern typisch kenianisches Essen. Wir sorgen dafür, dass unsere Kinder sowohl mit Bananen als auch Papayas und Mangos regelmäßig versorgt werden. Dafür kooperieren wir mit örtlichen Farmern und bauen im selbst angelegten Garten landesübliches Obst und Gemüse an. Ein paar Hühner versorgen unsere Kinder mit Eiern und Fleisch. Alle Kinder haben dabei ihre Aufgaben und Pflichten wie in einer normalen Familie.

Der Tag beginnt mit einem nahrhaften Frühstück vor der Schule und am Abend versammeln sich die Familien zum gemeinsamen Essen. In der Mittagszeit werden die Schulkinder zum Mittagessen nach Hause geschickt. Danach geht die Schule weiter.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Voraussetzung dafür, dass die Kinder in der Schule konzentriert und erfolgreich lernen können. So können sie gute Leistungen bringen und ihr Leistungsvermögen voll ausschöpfen. Außerdem bleibt noch immer genügend Energie für erlebnisreiche Tage mit den anderen Kindern, Geschwistern und Freunden im Kinderheim.

 

 Ziel 4: Eine Zukunft

Die Kinder, die zu uns kommen haben viel verloren – Eltern, Großeltern, ein Zuhause und vor allen Dingen eine Zukunft.

Die Kinder lebten bei Verwandten oder bei den Großeltern und waren dort meist unzureichend versorgt. Es fehlte das Geld für einen regelmäßigen Schulbesuch. Auch wenn die Volksschule primary school kostenlos ist, so müssen doch Hefte und Stifte gekauft werden, eine Anmeldegebühr und Schulkleidung bezahlt werden.
Oft reicht das Geld nicht dafür. Den Kindern eine Zukunft zu geben heißt für uns vor allen Dingen, ihnen Zugang zu Bildung zu verschaffen.

Gemeinsam mit anderen Kindern lernen, Erfahrungen in einem geschützten Umfeld machen, Freude an gelösten Aufgaben empfinden, Lob erfahren für gute Leistungen – das alles sind eigentlich Selbstverständlichkeiten und doch oft unerreichbar für elternlose Kinder in Kenia.

Unsere Kinder entwickeln neues Selbstvertrauen, neuen Mut und Neugier und haben die Chance, wieder Freude am Lernen zu entwickeln. Uns ist es wichtig, dass unsere Kinder kenianische Schulen besuchen, gemeinsam mit den Kindern aus dem Dorf lernen, neue Freundschaften knüpfen, sich gegenseitig beim Lernen unterstützen. Mit Hilfe von Volontären, die zeitweise in den Schulen mitarbeiten, helfen wir allen Schulkindern, bessere Ergebnisse zu erzielen.

Zukunft heißt für jedes Kind etwas anderes. Es bedeutet aber für alle die Chance, ihren Platz im Leben in Kenia zu finden.